Kupfer im Boden macht PIWI schwer zu ignorieren

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Wie «Piwis» für mehr Bio im Rebberg sorgen
Solaris-Trauben im Morgenlicht.
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Wie «Piwis» für mehr Bio im Rebberg sorgen
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Veröffentlichungsdatum
Verlag
Bilanz
Autor:in
Ursula Geiger

Zusammenfassung

Der Artikel beginnt mit einem praktischen Problem, gegen das schwer zu argumentieren ist: Kupfer reichert sich im Weinbergboden an und schadigt die Organismen, die Biowinzer schutzen wollen. Ersatzspritzmittel werden getestet, sind aber noch nicht bereit, und selbst wenn sie es waren, musste man bei jeder Spritzung noch immer einen Traktor durch den Weinberg fahren, was den Boden verdichtet. Das ist das Gegenteil von dem, was die biologische Weinbauweise will. Also pflanzen Winzer stattdessen resistente Sorten.

Die Zahlen sind noch klein, aber der Trend ist klar. Die Schweiz hatte 2023 519 Hektar PIWI. Luzern liegt bei 30 Prozent. Osterreich fuhrt die DACH-Region mit 25 Prozent Bio-Anteil an, gefolgt von der Schweiz mit 20 und Deutschland mit 15. Weiße Favoriten sind Souvignier gris, Solaris und Muscaris. Rote sind Divico, Cabernet Jura und Regent. Die Zuchtungsarbeit dauert Jahre, denn die Kreuzung von Vitis vinifera mit resistenten Wildarten bringt Hunderte von Samlingen mit zufalligen Eigenschaftskombinationen hervor, und die meisten sind nicht gut genug.

Der Artikel raumt auch ein, dass PIWI ein Imageproblem haben. Die Weine schmecken anders und Winzer mussen neue Techniken lernen. Blindverkostungen helfen. Der Gen Z-Abschnitt am Ende ist der schwächste Teil – er stellt eine Behauptung uber junge Trinker auf, die sich nicht um Kritikerbewertungen scheren, die schon klingt aber keine wirkliche Grundlage hat.

Unser Kommentar

Ich kaufe das Kupfer-Argument und es ist der beste Rahmen, den ich gesehen habe, warum PIWI jetzt wichtig sind. Aber der Artikel zieht eine zu saubere Linie: Kupfer ist schlecht, PIWI sind gut, fertig. In Wirklichkeit verwenden viele Biowinzer bereits Kupfer in reduzierten Mengen und kommen gut zurecht. Diese Mitte fehlt. Das Gen Z-Zeug fuhlt sich wie Fullmaterial an. Ich hatte es gegen einen Absatz eingetauscht, wie verschiedene Lander PIWI in Appellationen regulieren, denn dort liegt die eigentliche Reibung.

Über die Autor:in

Ursula Geiger hat eine Winzerausbildung absolviert und in Geisenheim studiert, bevor sie Journalistin bei Bilanz wurde. Das ist ein ungewohnlicher und guter Hintergrund fur Weinjournalismus. Man spurt es im Artikel, wenn sie uber Tanninstruktur spricht und daruber, wie schwer es fur Winzer ist, neue Techniken fur PIWI zu lernen. Das ist nichts, was ein reiner Journalist einzubringen denken wurde. Der Gen Z-Abschnitt liest sich wie die Bearbeitung einer anderen Person, nicht wie ihre eigene.

Über den Verlag

Bilanz ist ein Schweizer Wirtschaftsmagazin. Reiche Leute lesen es. Dieser Beitrag erschien in der Lifestyle-Rubrik "enjoy" neben Reise- und Uhrenartikeln. Die Rahmung ergibt also Sinn – es ist eine klare, lesbare Geschichte, die sich an Menschen richtet, die guten Wein trinken, aber nicht in der Branche arbeiten. Technische Tiefe wird gegen Zuganglichkeit eingetauscht. Das ist in Ordnung fur das, was es ist, aber man sollte nicht hierherkommen fur Details uber Resistenzgenetik oder Appellationsrecht.