Spaniens PIWI-Wette: Resistente Garnacha und Godello kommen – irgendwann

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Variedades PIWI
Endlich resistente spanische Rebsorten.
Artikeltitel
Variedades PIWI: dentro de cinco años tendremos garnacha y godello resistentes
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Veröffentlichungsdatum
Verlag
Revista Campo / Grupo Campo Comunicación
Autor:in
Ricardo Ortega

Zusammenfassung

Sieben Jahre. So lange dauert es, vier PIWI-Sorten – pilzwiderstandsfähige Rebsorten, hauptsächlich in Mitteleuropa durch klassische interspezifische Kreuzung gezüchtet – durch Versuche auf einem spanischen Forschungsgut zu führen und ins nationale Register einzutragen. Forscher Enrique Barajas von Itacyl pflanzte 2018 gemeinsam mit der Baumschulgruppe Agromillora neun Kandidaten auf der Finca Zamadueñas bei Valladolid. Bei Holzgewächsen wartet man. Die ersten verwertbaren Daten lagen erst 2022 vor. Bis 2025 war die Dokumentation abgeschlossen, die Junta de Castilla y León hatte zugestimmt und das Ministerium bestätigte Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität. Die vier, die es schafften – die Weißweinrebsorten Soreli und Sauvignac Rytos sowie die Rotweinrebsorten Cabernet Eidos und Merlot Khorus – waren von der Universität Udine und VCR bereits vollständig entwickelt und in Italien kommerziell registriert worden. Spanien evaluierte bewährtes Material, was etwas grundlegend anderes ist als es selbst zu entwickeln, und das verdient eine klare Aussage.

Was Barajas eigentlich anstrebt, ist eine resistente Garnacha und ein resistenter Godello. Keine italienischen Hybriden, die eine passable Imitation von etwas Spanischem abgeben, sondern neue Sorten, die durch Kreuzung dieser einheimischen Rebsorten mit resistenten Spendern entstehen – gleicher Name, gleicher allgemeiner Charakter, andere Abstammung, konzipiert für den Umgang mit Krankheiten ohne Fungizidprogramm. Beide wurden auf bestehende Reben gepfropft statt von Grund auf neu gepflanzt, was etwas Zeit von der Evaluierungsuhr abschlagen sollte, wenngleich der genaue Gewinn davon abhängt, wie die Versuche verlaufen. Das Zieldatum 2031 ist realistisch. Die DO Bierzo wird als natürliche Heimat für einen resistenten Godello ins Spiel gebracht, was geografisch Sinn ergibt, obwohl anscheinend niemand in Bierzo gefragt wurde. Unterdessen war die DO Rueda dabei, diese Sorten aufzunehmen, bevor die Junta im Oktober 2024 irgendetwas aussetzte – was genau, bleibt im Artikel vage. Ein Satz. Für das, was eindeutig das aufschlussreichste Detail des Stücks ist.

Unser Kommentar

Die Wissenschaft hier ist real und Barajas hat offensichtlich die nötigen Jahre investiert. Daran gibt es nichts zu deuteln. Was stört, ist dass dies weniger wie Journalismus wirkt und mehr wie ein Laborbesuch, bei dem niemand eine unbequeme Frage gestellt hat. Eine einzige Quelle, kein Gegenwind, kein Winzer, der diese Sorten ausprobiert hat und sie als schwer verkäuflich empfand, kein DO-Verantwortlicher, der erklärt, warum der Adoptionsprozess so langsam vorankommt. Die Aussetzung in Rueda ist das Aufschlussreichste im gesamten Stück – sie zeigt genau, wie schnell politisches Zögern agronomischen Fortschritt verschlucken kann – und wird in einem Nebensatz abgehakt. Wer wissen möchte, ob resistente Sorten die spanische Weinwirtschaft wirklich verändern werden, wird in diesem Artikel keine Antwort finden. Er wird erfahren, dass die Forschung gut läuft. Was sie tut. Aber das ist nicht die ganze Geschichte.

Über die Autor:in

Ricardo Ortega berichtet für Revista Campo über Weinbau und landwirtschaftliche Innovation und geht kompetent mit dem technischen Material um – er verliert sich weder im Registrierungsverfahren noch in der Zeitplanung. Doch über seine Artikel zu diesem Thema hinweg ändert sich die Quellenauswahl kaum: ein Forscher, institutioneller Rahmen, keine Reibung. Vielleicht ist das, was die Publikation erwartet. Vielleicht arbeitet er einfach so. So oder so ist das Ergebnis eine Berichterstattung, die informiert, ohne je wirklich etwas infrage zu stellen.

Über den Verlag

Revista Campo ist das Haupttitel von Grupo Campo Comunicación – eine landwirtschaftliche Fachpublikation mit Sitz bei Valladolid, die alles von Getreide bis zur Rebstockverwaltung abdeckt. Sie co-organisiert Feldvorführungsveranstaltungen mit Agromillora, der Baumschulgruppe, die im Mittelpunkt dieses Artikels steht. Diese Beziehung wird im Text nicht erwähnt. Das macht die Berichterstattung nicht automatisch falsch, aber Leser, die diese Geschichte regelmäßig verfolgen, sollten das wahrscheinlich wissen.