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Ursprungsland
Ungarn
VIVC-Varietätsnummer
550
Prime name (VIVC)
Aranka
Was ist der Ursprung?
Der VIVC-Eintrag für Aranka — Nummer 550 — verzeichnet eine weiße Traube ungarischer Herkunft und nichts weiter, was der Erwähnung wert wäre. Keine Abstammung. Kein Züchter. Kein Datum. Kein Sortenschutz. Ob es sich um eine alte Landsorte handelt, um einen Zufallssämling, den jemand für ein oder zwei Generationen nützlich fand, oder um eine Sorte, die hauptsächlich als Etikett in alten Aufzeichnungen existierte, ist unmöglich zu sagen. Rebdaten aus mittel- und osteuropäischen Regionen verbleiben oft in regionalen Archiven und lokaler ampelographischer Literatur, die nie digitalisiert wurde, sodass scheinbare Unbekanntheit und tatsächliche Unbekanntheit nicht immer dasselbe sind.Die Synonyme verteilen sich über das, was einst eine einzige Kulturregion war, bevor das zwanzigste Jahrhundert sie in mehrere Länder aufteilte. Goldtraube ist schlicht "goldene Traube" auf Deutsch, der naheliegende Name für eine hellbeerige Rebe im mehrsprachigen Karpatenbecken. Der mehrsprachige Synonymbestand deutet auf eine breitere historische Präsenz hin, auch wenn die Verbreitung von Synonymen ebenso gut aus Rebschulkatalogen, wandernden Stecklingen oder der Gewohnheit stammen kann, Dingen in einer neuen Sprache neue Namen zu geben.
Die serbische Zlata verkompliziert die Angelegenheit und macht sie zugleich, in geringem Maße, verständlicher. Ihre Züchter — Petar Cindrić, Lj. Jazic, N. Ruzic und N. Vukmirovic, tätig in Sremski Karlovci im Jahr 1976 — kreuzten Irsai Olivér mit Kunleány, einer ungarischen interspezifischen Hybride mit Vitis amurensis-Blut, woher die Frosttoleranz stammt. Sie nannten sie Zlata. Das Synonym Aranka folgte, weil Zlata im Ungarischen eben das bedeutet. Ob die beiden VIVC-Einträge dieselbe Rebe oder zwei Reben mit reimenden Namen verfolgen, ist eine Frage, die nie förmlich gestellt, geschweige denn beantwortet wurde.
Was sind Verbreitung, regulatorischer Status und Marktentwicklung?
Die globalen Weinbergsstatistiken von Kym Anderson aus dem Jahr 2016 verzeichneten keine kommerziellen Anpflanzungen von Aranka, und seitdem ist nichts aufgetaucht. Sie erscheint nicht in den konsultierten nationalen Sortenregistern, wobei das Fehlen in einem kommerziellen Register nicht dasselbe ist wie Aussterben — Genbanken und Privatsammlungen sind eine ganz andere Sache.Das Julius Kühn-Institut besitzt Fotografien von ihr — Trauben, Blätter, die vollständige ampelographische Dokumentation — was bedeutet, dass jemand die Pflanze vor sich hatte, vermutlich am Geilweilerhof, wo historische Sorten aus ganz Mitteleuropa erhalten werden. Der VIVC-Eintrag enthält auch morphologische Daten: Beerenform, Blattmerkmale, genug, um eine Bestimmung im Feld zu ermöglichen, falls jemand das tun müsste. Nicht kommerziell angebaut, aber nicht verschwunden.